Yoga bedingt...

Selvarajan Yesudian:

„Yoga praktizieren heisst, sich schulen im mühelosen Bemühen."

Ein scheinbarer Widerspruch. Aber…

…das Ziel des Yoga ist immer schwer zu erreichen.

Wir müssen z.B. lernen, uns nach Innen zu wenden und aufhören, nur in äusseren Dingen zu leben. Dazu bedarf es Konzentration, bevorzugt im Herzen, im Herzzentrum (Anahata-Cakra). Müheloses Bemühen belohnt uns irgendwann mit der Fähigkeit, z.B. die Stellungen (Asana) in der Statik so einzunehmen, dass sie nicht nur fest (sthira), sondern auch angenehm (sukha) sind. Je länger wir in einer Position verharren können, je meditativer und wirkungsvoller wird sie. Yoga zu üben bedeutet, den Willen zu haben, immer ruhig und vertrauensvoll zu bleiben. Zuversicht und Geduld allen Schwierigkeiten entgegenzusetzen. Eine verhaltene und ruhige Stärke im Nervensystem und Körper ist die einzig vernünftige Grundlage. Ruhe und Gelassenheit sind aber nicht zu verwechseln mit Gleichgültigkeit. Eine Intensität des Strebens sollte vorhanden sein, doch weder Hast noch Trägheit sollten sie begleiten, weder leidenschaftlicher Übereifer noch passive Entmutigung. Während den Übungen sollten wir nie daran denken, was wir sind, sondern daran, was wir sein wollen.

Elisabeth Haich:

„Stelle Dir die Wirklichkeit vor – und die Vorstellung wird Wirklichkeit.“


Zusammenfassend heisst Yoga üben:
Mittels bewusster praktischer Übungen und Erfahrungen
sich Selbst begegnen, erleben, verstehen.

'Taube' by Regine S. Weber